Wieviel Wasser verbrauchen wir über Nacht?

Die meisten Menschen wissen, dass sie täglich eine ausreichende Menge an Wasser zu sich nehmen müssen, damit der Körper richtig arbeiten kann. Denn: Der Organismus scheidet durch Schwitzen, Stuhlgang, Urin und Atmen eine nicht zu unterschätzende Menge an Flüssigkeit aus – und zwar nicht nur tagsüber, sondern auch in der Nacht. Um sich vor dem nächtlichen Wasserverlust zu schützen, trinken viele Menschen vor dem Schlafengehen noch ein Glas Wasser. Doch ist das wirklich sinnvoll? Und wie viel Wasser verliert unser Körper eigentlich über Nacht?

 

Auch nachts verbraucht der Körper Wasser

Über den Tag verteilt atmen Sie rund einen halben Liter Wasser aus, denn mit jedem einzelnen Atemzug geht Flüssigkeit verloren. Darüber hinaus scheiden wir mehr als einen Liter Wasser am Tag durch die Haut aus, selbst wenn wir nicht spürbar schwitzen. Umso wichtiger ist es, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren, indem Sie regelmäßig Wasser trinken – und zwar am besten direkt morgens nach dem Aufwachen. Denn: Im Laufe der Nacht verliert der Körper bis zu zwei Liter Wasser. Damit Sie nicht direkt durstig in den Tag starten, sollten Sie erst einmal zwei Gläser Wasser zu sich nehmen. Die Flüssigkeit wird vor allem dazu benötigt, um wichtige Salze wie Kalium und Natrium zu transportieren und Stoffe wie Vitamine zu lösen.

Zu viel Wasser vor dem Schlafengehen kann den Schlaf beeinträchtigen

Mit ein bis zwei Gläsern Wasser am Morgen können Sie den Flüssigkeitsverlust, den Ihr Körper in der Nacht erleidet, gut ausgleichen. Doch macht es auch Sinn, vorzubeugen und direkt vor dem Schlafengehen noch einmal ein Glas Wasser zu trinken? Beachten sollten Sie auf jeden Fall, dass das Trinken vor dem Zubettgehen die Anzahl der nächtlichen Toilettengänge deutlich erhöhen kann. Normalerweise lässt die Urinausscheidung nachts nach, sodass Sie sechs bis acht Stunden durchschlafen können. Trinken Sie jedoch unmittelbar vor dem Einschlafen noch ein oder zwei Gläser Wasser, so kann dies zu Schlafunterbrechungen führen und somit Ihre Schlafqualität beeinträchtigen. Viele Experten raten daher davon ab, vor dem Schlafengehen noch einmal viel zu trinken, denn Schlafentzug kann wiederum gesundheitliche Probleme wie einen hohen Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und eine Gewichtszunahme nach sich ziehen.

Wasser trinken vor dem Zubettgehen – es gibt auch ein paar Vorteile

llerdings soll das Trinken vor dem Schlafen auch mit ein paar gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein. So zeigen zum Beispiel einige Studien, dass Menschen mit Wassermangel unter einer negativen Stimmung leiden. Wenn Sie morgens täglich sehr durstig aufwachen, kann das zur Folge haben, dass Sie direkt schlecht gelaunt in den Tag starten. Trinken Sie hingegen vor dem Schlafen noch ein Glas Wasser, tragen Sie dazu bei, dass Ihr Körper auch in der Nacht und am Morgen beim Aufstehen gut hydriert ist. Sie werden den neuen Tag daher mit mehr Energie und einer besseren Stimmung beginnen. Darüber hinaus hat das abendliche Trinken noch einen weiteren Vorteil: Wenn Sie vor dem Schlafengehen noch trinken – und zwar insbesondere stilles, lauwarmes Wasser – können Sie Ihren Körper dabei unterstützen, sich in der Nacht von schädlichen Giftstoffen zu befreien.

Fazit: Auf den richtigen Zeitpunkt des Trinkens kommt es an

In erster Linie ist es wichtig, dass Sie tagsüber genug trinken: Mindestens sechs bis acht Gläser Wasser sollten es über den Tag verteilt sein. Am besten beginnen Sie schon morgens unmittelbar nach dem Aufwachen oder Aufstehen mit dem Trinken, um den nächtlichen Wasserverlust wieder auszugleichen. Ob es in Ihrem Fall sinnvoll ist, auch vor dem Schlafengehen noch zu trinken, hängt davon ab, wie häufig Sie nachts zur Toilette gehen müssen und ob Sie sich morgens sehr durstig fühlen. Ausprobieren können Sie es auf jeden Fall, denn abgesehen von dem vermehrten nächtlichen Harndrang sind keine negativen Auswirkungen zu erwarten, wenn Sie abends noch Wasser trinken.

2019-03-12T11:47:50+00:00 20.03.2019|